Durch einem ganz starken Auftritt bei seiner „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“-Premiere überquerte Maximilian Born vom RSG Frankfurt als Erster die Ziellinie am Opernplatz. Erst seit einigen Wochen hat sich Maximilian Born dem Verein angeschlossen, präsentierte sich doch schon wie ein ganz Großer. Bereits nach der ersten Kurve bereitete er seinen souveränen Sieg vor und ließ seine Konkurrenten Lukas Pfiffi aus Quidersbach und Laurin Bohr von mb-rad-sport weit hinter sich. 9:39 Minuten brauchte er für den Coup. Sein Training für das Rennen absolvierte er in den letzten Wochen mit seinem Vater.
„Die vielen Zuschauer waren super. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr“, sagte er und stand später mit seinen Kollegen strahlend auf dem Siegerpodest. Erwähnenswert ist die Teilnahme der zwei Töchter vom ehemaligen Elitesieger Kai Hundertmarck. Neele und Leni schlugen sich tapfer und belegten die Plätze fünf und neun.
Die Rennen/Nachwuchs/Rennen
Nachwuchs 9-14 Jahre
Frankfurter Triathlet dominiert das Feld
Mit einem großen Vorsprung erreichte der Vorjahressieger Moritz Liebel von Eintracht Frankfurt Triathlon vor dem Zweitplatzierten Florian Alter das Ziel. Den dritten Platz sicherte sich Jan Philip Staab vom RSC Aschaffenburg.
Die 12-14jährigen Nachwuchsfahrer starteten, während sich die U17 Fahrer noch auf der Strecke befanden. Der Lokalmatador ging schon von Beginn an hohes Tempo und konnte so konstant den Vorsprung auf seine Verfolger ausbauen. „Dieses Rennen ist jedes Jahr etwas Besonderes. Es ist cool, vor so einer Kulisse zu fahren,“ lobte der Sieger die Zuschauer. Er fährt jetzt seit vier Jahren im Verein und möchte auch nächstes Jahr wieder erfolgreich teilnehmen - dann aber in einer höheren Klasse.
Leider kam es kurz vor dem Ziel zum Sturz einer Fahrerin. Außer einem kurzen Schock und einem aufgeschürften Knie ist glücklicher Weise nichts passiert.
Bei den 9-11jährigen belegten die Plätze Eins und Zwei Paul Scheuermann und Thomas Ott vom RSG Frankfurt. Den dritten Platz sicherte sich Thore Ziener aus Schwalbach.
U11
Triumph trotz schwerer Beine und harter Konkurrenz
Im Wettbewerb der unter 11jährigen konnte sich Tim Oelke vom RSV Blau-Weiss Meiningen gegen Tom Streicher vom VC Darmstadt und Lucille Rutsch vom TV Dorf Erbach 1909 durchsetzen. Bei seinem ersten Start beim Radsportklassiker benötigte er 16:15 Minuten um die 8,8 Kilometer zu bewältigen.
Nach der ersten der beiden Runden hatte sich eine Gruppe aus sechs Fahrern vom Hauptfeld abgesetzt. Tim Oelke mit der Startnummer acht fasste sich etwa dreihundert Meter vor dem Ziel ein Herz und zog der Führungsgruppe davon. „Ich war von dem hohen Tempo der anderen überrascht. Das war ich nicht gewohnt. Ich bin froh, dass ich trotz meiner müden Beine von einem Rennen gestern noch genug Kraft hatte wegzuziehen. Die Unterstützung der Zuschauer ist toll“, sagte Oelke.
U13
Radsport im Blut
U13-Sieger Juri Hollmann, ein Nachwuchstalent mit perfektem Stammbaum
Juri Hollmann vom Spandauer RV 1891 siegte in einem taktisch klug gefahrenen Rennen in der
Klasse der U13. Der Elfjährige ist ein richtiges Nachwuchstalent und durfte mit der U23
Mannschaft nach Frankfurt anreisen. "Mit ihm muss man nicht viel trainieren, er hat den
Radsport im Blut", beschreibt Trainer Thorsten Wittig seinen Schützling. Juris Mutter war 2003
Deutsche Meisterin im Radcross, sein Vater fährt täglich 120 Kilometer als Fahrradkurier.
Bereits seit sechs Jahren sitzt Juri auf dem Rad, und es macht ihm sichtlich Spaß. Sein
wöchentliches Trainingspensum von 20 Kilometern ist gar kein Problem für ihn. Zum Rennen in
Frankfurt, das er das erste Mal absolvierte, sagte er: "Der Kurs hat eine schöne Länge, ist
kurvig und hat ein paar schwierige Stellen, ich mag das Streckenprofil." Und einen Tipp zum
Schluss hat er auch noch: "Nicht zu viel essen, aber Cornflakes müssen sein, das ist die
beste Vorbereitung.
U15
Ein sehr schnelles Rennen der U15
Sieger Patrick Haller - fast schon Profi, wie sein Vater
Patrick Haller ist zwar erst dreizehn Jahre alt, aber seine Erfolge sind bereits zahlreich.
Gestern noch Sieger in Niederwangen, heute schon Erster in der Klasse der U15 in Frankfurt.
Das kommt nicht von ungefähr: Patricks Vater Rolf Haller war Profi und ist heute Trainer seines
Teams, dem Landesverband Bayern. Dementsprechend gut werden Rolf Hallers Schützlinge
vorbereitet. Vor einer Woche befand sich das gesamte Team zum Aufbautraining in Südtirol,
ein Pensum, das Patrick zusätzlich zu seinen drei Einheiten von 80 bis 100 Kilometern
wöchentlich absolvierte. Seit sieben Jahren fährt Patrick bereits Rennen. Auf seinen ersten
Einsatz bei "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" freute er sich sehr. "Das Rennen
war sehr schnell mit viel Wind aus allen Richtungen. Meine Taktik war darauf ausgerichtet,
niemals abreißen zu lassen. Am Ende ist die Rechnung aufgegangen", sagt er rückblickend.
U17
Spannendes Finale in der Klasse der U17 Ein starkes belgisches Team fährt Paulin Baland zum Sieg
Paulin Baland vom belgischen Team Verandas Willems-CC Chevigny hat in einer konzertierten Gemeinschaftaktion gewonnen und dem bis zur letzten Runde führenden Max Schwarz vom Landesverband Bayern den Sieg in einem Schlussspurt streitig gemacht. Im Ziel haben sich die acht Fahrer des belgischen Teams in die Hände geklatscht. Max Schwarz hatte bis zur letzten Runde gute Chancen, das Rennen für sich zu entscheiden. Durch seine lange Alleinfahrt hatte er jedoch "Körner" lassen müssen. Paulin Balands Team fuhr strategisch geschickt und griff erst in den letzten Runden an. Baland konnte bis dahin genug Kräfte sparen und nutzte die ihm eröffnete Chance zum Sieg. Der aus der Region um Luxemburg stammende Fahrer fährt seit seinem dritten Lebensjahr Rennrad und möchte wie sein Vorbild Maxime Monfort später im Profizirkus mitmischen. Seine Leidenschaft für das Radfahren ist erstaunlich: In seiner Familie gibt es niemanden, der radfahrbegeistert ist und in seiner Heimatregion muss er mangels Mitstreitern meistens alleine trainieren. "Ich danke meinem Team und auch den Organisatoren des Radrennes hier in Frankfurt. Die Rennstrecke und die Stimmung sind fantastisch", sagt der glückliche und sichtlich erschöpfte Sieger.
U19
Ein weiterer Zabel verewigt sich auf dem Siegertreppchen beim Traditionsrennen
Mit weit ausgebreiteten Armen überquerte Rik Zabel vom LV Thüringen in Siegerpose die Ziellinie und wurde von seinem stolzen Vater, dem ehemaligen Sieger vom "Rund um den Henninger-Turm", Erik Zabel, im Zielbereich empfangen. Der Youngster sicherte sich mit knapp zehn Sekunden Vorsprung den Sieg vor Mike-Aaron Egger vom LV Team Rothaus Baden. Im Sprint um den dritten Platz konnte sich Maximilian Schachmann vom Alfred-Lippert-Team Berlin gegen zwei Konkurrenten durchsetzen.
Um 12:20 Uhr startete das Feld der Junioren und ging auf die 116,5 Kilometer lange Rennstrecke. „Vor allem der Zuschauerandrang in Ruppertshain und Eppstein war fantastisch. Die Fans standen da in zweiter oder sogar dritter Reihe am Streckenrand. Das motiviert enorm und ist einzigartig bei solchen Rennen“, resümiert der Sieger. Nachdem das Feld sich weitgehend geschlossen durch den Taunus schlängelte, starteten Zabel und Egger etwa 20 Kilometer vor dem Ziel ihren Angriff und konnten sich einen ausreichenden Puffer herausfahren. Dieser hielt auch bis ins Ziel an. Doch 600 Meter vor der Ziellinie versuchte dann Zabel sein Glück und konnte mit einem starken Antritt seinem Mitausreißern davonziehen.
Das Schlussklassement der Bergwertung führte Silvio Herklotz vom Alfred-Lippert-Team Berlin mit sechs Punkten Vorsprung an. Den Titel des besten Sprinters der Junioren sicherte sich Nico Denz vom LV Rothaus Baden mit fünf Punkten Vorsprung.
U23
Nach dem Feldberg ging es nach vorne
Patrick Bercz siegt mit einem überragenden Zielsprint im Rennen der U23
Patrick Bercz kann sprinten wie die ganz Großen. Dreihundert Meter vor dem Ziel hatte der
sympathische 21jährige vom Team NRW nur noch Florian Scheit vom MLP-Radteam vor sich.
Er nutzte den Windschatten und konnte den Sieg im Rennen der Klasse U23 für sich
notieren. Dritter wurde Maurits Lammertink vom niederländischen Team Jo Piels U23. Nach
dem Start war der Kempener nicht sehr zuversichtlich, was seine Möglichkeiten heute betrifft.
Er kam nicht in Tritt: "Meine Mitstreiter fuhren zu Beginn viele Attacken auf dem recht eckigen
und kurvigen Kurs", sagte Bercz. Daher blieb er bis zum Feldberg in einer für ihn
unangenehmen hinteren Position im Feld. Erst nach dem Gipfel konnte er sich ins erste Drittel
des Pelotons vorarbeiten und seine Chance ergreifen, indem er sich einer Führungsgruppe von
vier Fahrern anschloss, die fünf Kilometer vor der ersten Zieleinfahrt in Frankfurt dem Hauptfeld
wegfuhr.
Bis zur letzten Runde gab es niemanden in der Vierergruppe aus Patrick Bercz, Florian
Scheit, Maurits Lammertink und Wesley Kreder (Rabobank Continental Team), der
Führungsarbeit leisten wollte. Erst als die Glocke zur letzten Runde läutete, lieferten sich die
Fahrer harte Attacken. "Das Rennen in Frankfurt zu gewinnen ist wunderbar. Ich bin bereits
zum fünften Mal dabei und genieße den Wettbewerb. Meistens ist schönes Wetter am 1. Mai,
die Zuschauer sind klasse und die Skyline ist atemraubend. Außerdem möchte ich mich beim
Veranstalter für die stets gute Organisation bedanken", sagte Bercz. Weiteres wichtiges Ziel
für Patrick Bercz ist die Weltmeisterschaft im September in Kopenhagen mit der
Nationalmannschaft in der Klasse U23. Gute Platzierungen sind wichtig für den Nordrhein-
Westfalen, der nächstes Jahr mit einer Profilizenz fahren wird und sich einen Platz in den