Die verschiedenen Rennen bei der „Škoda Velotour“ 2011
Die knappste Entscheidung fiel bei den Männern über 103 Kilometer Linda Bader: vom Trainingslager in Frankreich zum Sieg nach Eschborn
42 Kilometer (Frauen) Sie kam direkt aus dem Trainingslager von Frankreich nach Sulzbach und fuhr die Konkurrentinnen in Grund und Boden. Linda Bader aus Wermelskirchen siegte in starken 1:04:40 Stunden souverän vor Eva Triebel aus Neunkirchen, die etwa zwei Minuten Rückstand hatte. Janet Fieker aus Halle wurde Dritte. „Der Start war sehr schnell. In der City gab es viele Ecken und Kurven“, sagte Eva Triebel über ihren zweiten Platz, den sie dieses Jahr verteidigte. Janet Frieker meinte sogar: „Ich hätte noch zehn Kilometer weiter fahren können.“ Vielleicht sollte sie im kommenden Jahr die 70 Kilometer in Angriff nehmen...
42 Kilometer (Männer) Bei den Herren triumphierte Christof Schunk aus Leverkusen. „Das Rennen war schneller und schwerer als sonst. Es war ein hohes Tempo“, verriet der Sieger. Im vergangenen Jahr hatte er noch Pech und stürzte. Obwohl er lange aufgrund einer Erkrankung pausieren musste, war er über die 42 Kilometer das Maß aller Dinge. Erst seit Februar trainiert er wieder richtig. Umso höher ist der Sieg in 1:01:10 Stunden einzuordnen. Christof Schunk verwies Ferdi Cam aus Lennestadt und Christian Weis aus Höhenkirchen (beide 1:01:17 Stunden) auf die Plätze.
70 Kilometer (Frauen) Uta Schicketanz hatte Pech. Nur eine hundertstel Sekunde fehlte ihr zum großen Wurf beim Jubiläumsrennen. Doch Dagmar Fleck aus Weinheim war mit 1:49:32 einen Tick schneller im Ziel als Uta Schickedanz aus Bad Liebenwerda. „Das Rennen war sehr schnell. Trotzdem bin ich gut und ohne Probleme durchgekommen“, sagte Uta Schicketanz. Dritte wurde mit 1:51:41 Stunden die Kölnerin Inge Babel.
70 Kilometer (Männer) „Es war ein hartes Rennen. Vor allem die letzten 25 Kilometer hatten es in sich“, fand Florian Walden aus Rösrath. Letztlich musste sich Walden an diesem Tag nur einem Fahrer geschlagen geben. Lukas Kreger (Schofheim) kam in 1:44:07 gerade einmal zwei hundertstel Sekunden vor ihm ins Ziel. Trotzdem ärgerte sich der Zweitplatzierte nicht: „Das hatte ich im Vorfeld nicht erwartet. Während des Rennens spürte ich aber, dass heute einiges gehen könnte.“ Den dritten Rang belegte Ralf Wienand aus Stadtlohn der „trotzdem zufrieden war“ mit seiner Leistung.
103 Kilometer (Frauen) Agathe Laninger aus Innerberg war nicht zu schlagen. In 2:46:41 Stunden ließ sie den Konkurrentinnen keine Chance, siegte souverän und triumphierte im Ziel. Franzi Linne kam mit einem Rückstand von über sieben Minuten auf die Erstplatzierte ins Ziel. Und auch die Drittplatzierte, Susan Dietrich aus Messel, war gegen die Siegerin chancenlos.
103 Kilometer (Männer) Es war das spannendste Rennen des Tages. Jürgen Hanshans aus Bad Kissingen war der strahlende Sieger über die 103 Kilometer Distanz. In 2:38:54 Stunden fuhr er über die Ziellinie. Frederik Prenzel aus Braunschweig musste sich nur um eine, der Wermelskirchener Marek Maluszcak um drei hundertstel Sekunden geschlagen geben. „Der Ruppertshainer Berg war hart an der Grenze. Wir sind hochgefahren, da waren sieben Mann vorne weg“, berichtete der Gewinner. Den Gesamtsieg hätte er vorher nicht für möglich gehalten, dann schon eher den in seiner Altersklasse. „Ich bin überglücklich“, freute sich Jürgen Hanshans.